Impuls von René Winkler: Ausserhalb der eigenen vier Wände
Impuls von René Winkler: Ausserhalb der eigenen vier Wände

Ausserhalb der eigenen vier Wände

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Warum wir immer wieder hinausgehen sollten

Zuhause sind wir am sichersten. Da ist alles vertraut: Düfte, Bilder, Pflanzen, Bücher, Mitbewohner, Nachbarn, Einrichtungen und Routinen. Vielen ist es zuhause auch am wohlsten. Da muss man sich nicht erklären, vieles nicht immer neu entscheiden und eher selten mit Unerwartetem klarkommen. Zuhause kostet das Leben am wenigsten Energie.

Äusseres und Inneres beeinflussen sich

Davon sind Mütter von Teenagern schon lange überzeugt. Wenn nur noch ein Zehntel des Fussbodens einsehbar ist, weil 70% der Wäsche ausserhalb des Kleiderschrankes liegt – wie kann man in einem solchen Chaos Hausaufgaben machen?! Gar nicht! Also: Aufräumen bitte!

Psychologen und Therapeuten sind von der Wechselwirkung innerer und äusserer Wirklichkeiten vermutlich auch überzeugt. Sie würden bei identischer Ausgangslage selbstverständlich mehr Fragen stellen und unordentliche Teenager oder Erwachsene geduldig zur Einsicht begleiten, dass äussere Ordnung die disziplinierte Selbstführung begünstigt.

Offen gesagt: die Unordnung in meinem Büro hat mich schon öfter mal auf mein inneres Durcheinander aufmerksam gemacht. Ich weiss: aufräumen hilft!

Die äussere Ordnung stabilisiert

Sie hält uns auch innerlich stabiler. Wenn vieles in geordneten Bahnen läuft, kann man sich leichter den kritischen Dingen des eigenen Lebens zuwenden.

Das Vertraute und Gewohnte lässt allerdings auch unser Denken in vertrauten und gewohnten Bahnen laufen. Zuhause ist es deshalb gar nicht so leicht, etwas zu denken, was man noch nie gedacht hat. Nicht, dass es unmöglich wäre, aber schwerer ist es allemal. Wer immer im Vertrauten und Gewohnten bleibt, bleibt deshalb auch länger darin stecken.

Das ist in jedem Lebensalter so. Im Übergang aus dem Beruf in den Ruhestand ist es nicht anders. Sind die beruflichen Verpflichtungen weg, ist man normalerweise noch öfter in den eigenen vier Wänden als zuvor. Aber jetzt bietet sich ja die Chance, ganz vieles im Leben neu zu gestalten. Zuerst muss man es aber denken können. Deshalb:

Raus aus den eigenen vier Wänden!

Klar, ich habe hier nichts zu befehlen. Aber empfehlen tue ich es! Ich bin soeben zurück aus dem Tirol, wo wir zum vierten Mal eine Woche zum Thema «Pension mit Vision» erlebt haben. Wir, das sind meine Frau und ich zusammen mit einem befreundeten Ehepaar. Wir bieten jährlich einmal eine solche Woche an. Es war einmal mehr eine inspirierende Erfahrung. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigen sich mit dem Übergang in die nachberufliche Zeit. Niemand ist in den eigenen vier Wänden. Die meisten kennen sich nicht und haben deshalb auch noch keine Meinung übereinander. In einem solchen Setting kann man frei denken und reden. Im Gespräch mit anderen formt man seine Vorstellungen und kommt auf neue Ideen.

Herzliche Einladung: Vier Tage in der AllgäuWeite!

Christiane Rösel und ich werden nächstes Jahr zum Thema «Wie gelingt der Start ins dritte Drittel des Lebens?» in der AllgäuWeite vier Tage ausserhalb der eigenen vier Wände anbieten. Wer das Verheissungsvolle dieser vier Tage ahnt, kann sich den Termin schon mal vormerken: 8. bis 11. April 2027. Ab Herbst wird man dieses Angebot dann auch buchen können.


Autor: René Winkler,
Gastgeber des Podcasts Vorwärtsleben und Leiter der Kurse des Theologischen Seminars St. Chrischona (TSC) für die GenerationPLUS

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